Gallery Vinogradov, Chodowieckistr. 25

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Viktor Gulchenko
Nikolai Krachtchin
9.02 – 29.02.2012

                      Die fabelhafte Welt von

Viktor Gulchenko und Nikolai Krachtchin
Öffnungszeiten:
Mi-Fr 14-19 Uhr
Sa 11-15 Uhr
und nach Vereinbarung:
+493086430410
+4915206706120

Die Ausstellung „Mensch und Gesellschaft“ präsentiert Bronzeskulpturen von Viktor Gulchenko und Grafik von Nikolai Krachtchin. Gulchenko ist ein junger Bildhauer,  Krachtchin ist ein renommierter Moskauer Künstler, der an zahlreichen Ausstellungen seit der 1970 Jahren teilnimmt und in verschiedenen Kunstmedien arbeitet. Die Gemeinsamkeiten der beiden Künstler liegen an das Interesse an den ewigen, philosophischen Themen.
Das Spektrum der Arbeit von Gulchenko ist breit gefächert und sehr ausdrucksstark. Die vielfältigsten Kompositionen sind oft durch Geschichte, Literatur und Philosophie inspiriert („Philosoph“,„Napoleon“,   „Buddhist Mönch“, „Mephisto „). Die Kleinbronzen ausdrücken die Inhalte, die ihre kleinen Abmessungen weit überschreiten. Diese Kunstwerke ist ein Spiegel seiner Gedanken und Emotionen. Die Komposition „Auf der Bank“ stellt einen Mensch  mit einem Flügel dar.  „ Es ist eine Verwandlung von Mensch zu Engel oder von Engel zu Mensch, jeder Betrachter sieht es anders“, so Gulchenko. Er will den Betrachter zur aktiven Rezeption seiner Kunst animieren, zur Reflexion und Analyse. Schlichte und konzentrierte Kompositionen („Das Boot“, „Maske des Henkers“, „Maus im Käfig“) inspirieren zu den verschiedensten Assoziationen. Er nutzt fast unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten der Bronze vom rauen, derben Rohguss bis zu spiegelglatten Verfeinerung. “Meine Wahrnehmung der Bronze ist gleichzeitig visuell und taktil“, sagt der Künstler. Der künstlerischer Reiz dieser Bronzen ist in der meisterhaften Bearbeitung der Oberflächenstruktur, im Kontrast von unbearbeiteten Flächen, die scheinen schwer zu sein und hoch-polierten Oberflächen, die das Licht in kaleidoskopartiger Vielfalt widerspiegeln.
Nikolai Krachtchin, der Absolvent der renommierten Moskauer Surikov Kunsthochschule, hat wie viele andere Künstler seiner Generation als Buchillustrator angefangen. Nur in Graphik hatten damals die Künstler die Möglichkeit frei zu experimentieren. Er hat für den legendären Zeitschrift „Chemie und Leben“ und Literatur Zeitung gearbeitet. Seine Karikaturen haben mehrere Preise gewonnen.
Krachtchin beherrscht die klassischen Tiefdrucktechniken Radierung und Aquatinta meisterhaft. Die Nuancen der schwarzen Farbe variieren von dem tiefen dunklen Schwarz bis zum leichten Grau, die Linienführung ist stark und dynamisch. Die Inspirationsquellen von Nikolai Krachtchin sind traditionelle Volksmalerei, insbesondere russischer Lubok, Hieronymus Bosch, Peter Brueghel und naive Kunst. Seine ironisch-markante Kompositionen haben oft symbolische Bedeutung. In vielen seiner Arbeiten versucht der Künstler auf seine eigene Art und Weise zu zeigen, welche Rolle der Mensch in der Gesellschaft und Politik spielt.

Text von Kunsthistorikerin Olga Lystsova

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